Technische Jenseitskontakte

Ein kleiner Erfahrungsbericht des Autors dieser Seiten zum Thema „technische Jenseitskontakte“ oder – wie es wissenschaftlich anmutend auch gerne genannt wird – „instrumentelle Transkommunikation“.
Es war im Jahr 1987, da war ich gerade 20 und in meine erste eigene „Bude“ gezogen, ein kleines möbliertes Dachzimmer in Köln. Einige Jahre zuvor hatte ich begonnen, mich mit esoterischer Literatur zu befassen. Das „Übernatürliche“ hatte mich immer schon fasziniert, und obwohl ich seit der frühen Jugend mit Kirche „nix mehr am Hut“ hatte, war ich dennoch davon überzeugt, dass es etwas geben musste, das „hinter“ der mit den normalen Sinnen wahrnehmbaren Realität steckt. So war ich unter anderem auf die sogenannten „Tonbandstimmen“ gestoßen, ein paranormales Phänomen, bei dem – wie es hieß – die Stimmen Verstorbener auf Tonbändern hörbar gemacht werden können.
Im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht wurde dieses Phänomen durch das 1967 erschienene Buch "Sprechfunk mit Verstorbenen" des Schweden Friedrich Jürgenson. 20 Jahre später gab es dieses Buch immer noch – ich fand es 1987 in einer Buchhandlung in Köln und war sofort „infiziert“. Das Thema faszinierte mich, denn so konnte ich meine Elektronik-Bastelleidenschaft auf ideale Weise mit meinem Interesse für Spiritualität verbinden und gleichzeitig auch noch etwas Sinnvolles tun, indem ich dabei mithelfe, einen wissenschaftlichen Nachweis für das Leben nach dem Tod zu erbringen – so mein Gedanke. Hinten im Buch war die Adresse eines 1975 gegründeten „Vereins für Tonbandstimmenforschung“ (VTF) in Düsseldorf angegeben, der in mehreren Städten Anlaufstellen unterhielt, die Interessierten Informationen und Anleitung anboten. Eine davon befand sich in Köln. Es war ein Ehepaar, das einige Jahre zuvor ihren Sohn, der ungefähr in meinem Alter war, bei einem Verkehrsunfall verloren hatte. In ihrer Verzweiflung und Trauer hatten sie nach jedem Strohhalm gegriffen und waren so auf das Tonbandstimmen-Phänomen aufmerksam geworden, durch das sie sich nun Kontakt zu ihrem verstorbenen Sohn erhofften. Gleich bei unserem ersten Treffen unternahmen wir einen Kontaktversuch und erhielten dabei eine für mich beeindruckende Stimme, die sich kristallklar aus dem als Hintergrundgeräusch benutzten Wasserplätschern herausbildete und einen technischen Hinweis zu geben schien: „Hat doch ooch’n Klangschalter – Kontakt!“ Wow, da war ich erstmal platt! Wie konnte das sein? War das als Mikrofon benutzte Array aus Piezo-Lautsprechern das Geheimnis? Mr. Spock würde wohl sagen: „Faszinierend.“ In der Folgezeit trafen wir uns regelmäßig zusammen mit anderen Interessierten in deren scherzhaft so genannten „Geisterkeller“ und unternahmen weitere „Einspielversuche“ und erzielten dabei einige durchaus interessante Resultate.


Ich wurde Mitglied des Vereins, besuchte Treffen und Tagungen, tauschte mich mit anderen Technikern aus und entwickelte eigene „Einspielmethoden“, darunter eine Software zum Erzeugen eines „akustischen Rohmaterials“, die ich etwas scherzhaft "EVPmaker" nannte und die eigentlich nur ein Audiosignal zerstückelte und in zufälliger Reihenfolge wieder ausgab, was sich dann wie ein Kauderwelsch anhörte, aus dem sich aber sinnvolle Stimmen bildeten, die auf Fragen oder Situationen des Experimentators Bezug zu nehmen schienen. Die kostenlos im Internet bereitgestellte Software erlangte in der „Szene“ eine gewisse Popularität und war auch Vorläufer heutiger sogenannter „Ghostboxes“ und später entsprechender Apps.
Eine Sache, die mich davon überzeugte, dass es sich bei all dem nicht bloß um ein rein technisches oder wahrnehmungspsychologisches Phänomen handelte, sondern um eine tatsächliche Kommunikation mit Intelligenzen einer unsichtbaren Seinsebene, war die Tatsache, dass es – so paradox es klingt – nicht immer „funktionierte“, sondern dass es immer wieder Phasen von mehreren Wochen bis Monaten gab, wo trotz gleicher Versuchsanordnung kaum oder sogar keine Resultate in Form von sinnvollen Stimmen erzielt werden konnten – ich nannte es den „Faktor X“, den „unbekannten Faktor“, der nicht materieller, sondern geistiger Natur sein musste.
In der Tonbandstimmenforschung (oder „Transkommunikationsforschung“, wie es später hieß) sah ich für mich so etwas wie eine selbstgestellte Lebensaufgabe, für die ich einen Großteil meiner Zeit und auch einen Teil meiner Finanzen aufwendete. Neben technischer Beratung für Mitglieder übernahm ich nach und nach immer mehr ehrenamtliche Aufgaben im Verein, darunter 1996 die Erstellung und Betreuung der Vereins-Website (damals noch absolutes „Neuland“), ab 2001 die Erstellung der Vereinszeitschrift in Word, ab 2005 die Mitgliederverwaltung (wofür ich sogar eine eigene Software schrieb) und ab 2010 auch die Betreuung der Tagungstechnik. Privat betrieb ich eine Mailingliste, eine Website und ein Diskussionsforum zum Thema und führte weiter eigene Experimente und Entwicklung neuer Verfahren durch. Nie hätte ich gedacht, dass sich daran jemals etwas ändern würde – bis...

Es war im November 2018 – ich war gerade von der Herbsttagung des VTF zurückgekehrt und voller neuer Ideen, als ich mein kleines mobiles DAB+-Radio vermisste, mit dem ich unterwegs immer gerne Musik, Nachrichten oder andere interessante Berichte hörte. Ich musste es wohl auf der Reise verloren haben und bestellte mir daher noch am selben Abend ein neues. Wenige Tage später war es da und ich war positiv überrascht, dass es viel leichter zu bedienen war als das alte. Das „Zappen“ durch die einzelnen Sender ging damit viel einfacher, und so landete ich eines Nachmittags, als ich nach Feierabend an der Bushaltestelle stand, in einer Sendung mit dem Titel „Auf der Suche nach dem Übernatürlichen“, was mich als natürlich sofort hellhörig werden ließ.
Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Sender um „ERF Plus“, einen christlichen Radiosender, der – passend zu Allerheiligen und Halloween – gerade eine Sendereihe zu diesem Themenkomplex brachte. In der Folgezeit hörte ich öfters diesen Sender, so auch in der Mittagspause am übernächsten Tag, als eine ehemalige Esoterikerin von ihrer „Begegnung mit Jesus“ erzählte und wie er sie von dämonischen Belastungen befreite und sich ihr Leben daraufhin um 180° zum Positiven wendete. Es hieß, dass jeder eine solche Begegnung, ja sogar eine persönliche Beziehung zu Jesus haben könne, wenn man ihn „in sein Leben einlädt“. Das hatte ich zuvor noch nie so gehört – weder damals im katholischen Religionsunterricht noch später irgendwann. Aber wenn das stimmte, dann wollte ich das auch! Dann, so sagte ich mir, hätte ich mich vielleicht gar nicht erst mit diesem ganzen „Eso-Kram“ befasst, der (neben der Tonbandstimmenforschung) Teil meiner „spirituellen Suche“ war und der mich – wenn ich ehrlich war – eigentlich keinen Schritt weitergebracht hatte.

Die Sendungen brachten eine Saite in mir zum Schwingen und weckten den Wunsch, es doch nochmal mit dem Gott der Bibel zu versuchen, an den ich als Kind schonmal geglaubt hatte, den ich aber dann aus dem Blick verloren hatte, weil mir der christliche Glaube, so wie er mir damals vermittelt wurde, rückständig und überholt erschien. Also begann ich im Internet zu Fragen des christlichen Glaubens zu recherchieren und stieß dabei auch auf ein „Übergabegebet“, mit dem man Jesus Christus in sein Leben einladen können sollte. Es waren zwar noch viele Fragen offen, aber ich wusste instinktiv, dass das jetzt für mich dran war, denn ich hatte bereits beschlossen, einen „Cut“ zu machen und mein „altes Leben“ hinter mir zu lassen und ein „neues Leben“ mit Jesus zu beginnen. Also sprach ich das Gebet – und war enttäuscht, dass ich erst mal nichts „merkte“. Ich weiß nicht, was ich genau erwartete – nicht unbedingt einen „Blitz vom Himmel“ oder eine Art Verzückung, aber doch wenigstens „irgendwas“. Daher wiederholte ich das an den darauffolgenden Tagen immer wieder, nur um „sicherzugehen“, dass Jesus es auch gehört hat und sieht, dass ich es auch ernst meinte...😉 Irgendwann wich die Skepsis dann einem Hochgefühl und ich wusste, dass ich jetzt ein Kind Gottes war.
Und eine Sache war mir natürlich auch gleich klar: Gott und Esoterik – das passt nicht zusammen! Also begann ich damit, meine Wohnung auszumisten und alles, was irgendwie mit meiner bisherigen „spirituellen Suche“ oder mit Transkommunikation zu tun hatte, zu schreddern und der örtlichen Abfallentsorgung zuzuführen. Darunter waren meterweise Bücher, Ordner, CDs, Utensilien, technische Gerätschaften – teures Zeug eigentlich, das aber nun keinen Wert mehr für mich hatte. Ich wollte es aber auch nicht verkaufen oder an andere weitergeben, denn es sollte ja keinen weiteren Schaden mehr anrichten können. Nur vom Verein konnte ich mich nicht so schnell lösen, da ich dort noch zu sehr involviert war mit meinen vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Der Verein war wie eine „große Familie“ und ich wollte die Vereinskollegen nicht einfach so im Stich lassen, also sagte ich zu, meine bisherigen Aufgaben vorerst noch weiterzuführen, bis eine geordnete Übergabe stattgefunden hat. Als dann allerdings im Sommer meine Taufe anstand, mit der ich mein neues Leben mit Jesus auch öffentlich „besiegeln“ wollte, wusste ich, dass das so nicht funktionieren konnte und schickte alles Vereinsmaterial, das ich noch zu Hause hatte, zusammen mit einer Dokumentation meiner Tätigkeiten und einer Austrittserklärung an den damaligen 1. Vorsitzenden. Damit war dann auch dieses Kapitel für mich abgeschlossen und ich „frei“.
Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.
– Johannes 8,36 –
A propos „frei“: Etwa anderthalb Jahre „Lebenswende“ bemerkte ich plötzlich, dass ich ja schon länger keiner dieser Schlafparalysen mehr hatte, die früher immer in unregelmäßigen Abständen von Tagen, Wochen oder auch Monaten bei mir auftraten und jedesmal mit verschiedenen Wahrnehmungen verbunden waren: Ich höre ein lautes Dröhnen in meinem Kopf, das wie das Triebwerksgeräusch klingt, während man in einem fliegenden Flugzeug sitzt. Ich sehe Bilder: Gesichter, Gegenstände, geometrische Muster; höre Klänge, Geräusche, Stimmen. Mein ganzer Körper kribbelt wie elektrisiert. Panik kommt auf: Eine überwältigend starke Kraft zieht an mir und will mich ins dunkle Nichts der Unbewusstheit zurückreißen, wogegen ich mich mit aller Kraft wehrte. Unter Aufbringung größter Kraft- und Willensanstrengung versuche ich, wenigstens einen großen Zeh zu bewegen, um meinen Körper aufzuwecken – vergeblich. Dann plötzlich, mit einem Ruck, ist mein Körper wieder bewegungsfähig und der Spuk vorbei. Im Laufe der Zeit lernte ich damit umzugehen und es gelang mir, das Panikgefühl zu beherrschen und nicht gleich aufwachen zu wollen, denn ich bemerkte, dass man in diesem Zustand interessante „Experimente“ machen konnte, etwa mit den gesehenen Bildern interagieren, in einen luziden Traum gelangen oder sogar aus dem Körper austreten und „auf Wanderschaft“ gehen.

Im Nachhinein fiel mir auf, dass die Schlafparalysen mit den oben beschriebenen Wahrnehmungen genau wärend der 31 Jahre meiner Beschäftigung mit Esoterik auftraten – weder davor und auch nicht mehr danach. Zwar gelange ich auch heute hin und wieder in einen Zustand der Schlaflähmung, doch viel seltener, und er dauert gefühlt auch nur wenige Sekunden statt wie früher Minuten und ist auch nicht mehr mit den beschriebenen Wahrnehmungen verbunden. Ich merke einfach nur „Ups, ich kann mich nicht bewegen“, und kurz darauf wache ich „ganz“ auf. Dies und die Tatsache, dass der „Spuk“ so plötzlich wie unmerklich verschwand, obwohl ich das gar nicht beabsichtigt hatte, zeigt mir, dass es sich dabei nicht nur um einen rein psychologischen Effekt handelt, etwa weil ich mich nun durch Jesus „geschützt fühlte“. Nein, es hatte sich etwas Grundlegendes verändert, auf das ich keinen Einfluss hatte. Konnte es sein, dass ich damals tatsächlich und ohne es zu wissen unter dem Einfluss unsichtbarer, negativer Mächte gestanden hatte, deren Wahrnehmung durch die Schlafparalysen begünstigt wurden, und die nun durch meine Hinkehr zu Jesus und den dadurch vollzogenen „Herrschaftswechsel“ keinen Zugriff mehr auf mich haben?

Später erfuhr ich, dass Schlafparalysen in der beschriebenen Form oder sogar mit noch viel krasseren Erlebnissen häufig bei Menschen vorkommen, die sich mit esoterischen, spirituellen oder okkulten Praktiken befassen. Ist das alles also doch nicht so harmlos, wie es scheint? Schließlich warnt die Bibel ja genau davor, und als Jesus auf der Erde war, hat Er Menschen von Dämonen befreit – nicht mit Weihwasser und vielen Worten, so wie das katholische Exorzisten oft erfolglos versuchen, sondern ebenfalls ganz „unspektakulär“, allein durch Seine göttliche Vollmacht. Aber wenn das so ist, warum erkennen die meisten Menschen nicht, womit sie es bei all diesen vermeintlich harmlosen Praktiken in Wirklichkeit zu tun haben? Vielleicht deshalb, weil der eigentliche Urheber dieser ganzen Phänomene sehr geschickt darin ist, Menschen durch Vorspiegelung falscher Tatsachen hinters Licht zu führen, um sie in Sicherheit zu wiegen und so davon abzuhalten, zum wahren Licht zu finden: zu Jesus Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes, der von sich sagt:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
– Johannes 14,6 –
Danke, dass du bis hierher gelesen hast. Wenn du Fragen dazu hast, dann melde dich einfach über das Kontaktformular bei mir. Gott segne dich!
Quelle:
Stand: 28.08.2026 05:39:14